„Soll ich mich mit meinem Blog selbstständig machen?“ Teil 2

Hallo meine Lieben,

ein paar Monate ist es her, dass ich euch in meine Gedanken und Überlegungen zum Thema „Blog & Selbstständigkeit“ eingeweiht habe. Zum ersten Teil gelangt ihr hier. Meine Gedanken kreisen immer noch um dieses Thema und ich habe mich seitdem auch noch mal intensiver mit einigen meiner Kolleginnen ausgetauscht. Mir fällt es immer noch nicht leicht, mich zu entscheiden, habe aber erstmal eine für mich vernünftige Entscheidung getroffen.

“Ich werde meinen Job NICHT für den Blog aufgeben”

Okay wie kam es dazu und ist das Thema „Selbstständigkeit“ damit endgültig vom Tisch!? Erstmal ja…und es tut mir auch nicht gut, mich immer und immer wieder damit auseinanderzusetzen.

Ich habe hin und her überlegt und aus diesen Gründen habe ich mich folglich nun dagegen entschieden:

  1. Ich hänge an meinem Job, ich stecke täglich soviel Herzblut in meine Arbeit und mir würde die Arbeit mit meinen Klienten einfach  unendlich fehlen.
  2. Ich bin ein Kopfmensch und würde ständig unruhig, auf Grund der dauerhaften Ungewissheit schlafen…ich brauche Sicherheiten und will nicht von einem Medium wie Instagram abhängig sein (klar den Blog gibt es ja auch noch, aber Instagram ist definitiv unverzichtbar).
  3. Ich habe Angst mich zu verlieren und mich nur noch mit der Blogger-Szene zu beschäftigen. Ich brauche einfach den mentalen Ausgleich.
  4. Ich möchte nicht solange aus meinem Beruf „raus sein“ und eine so große Lücke in meinem Lebenslauf haben (erkläre deinem zukünftigen Chef in der Sozialen Arbeit mal….“Hey ich war mal Blogger und so“).
  5.  Ich will meine Therapeuten-Ausbildung nicht „umsonst“ gemacht haben und endlich darin Berufserfahrung sammeln (so therapeutische Ausbildungen kosten wahnsinnig viel Geld).
  6. Ich möchte nicht so viel Verantwortung übernehmen und auch mal ohne schlechtes Gewissen Urlaub haben oder krank sein.
  7. Ich möchte „Gutes“ für andere tun…klar kann ich mich auch als Blogger sozial engagieren…aber Hand aufs Herz, wie viele kennt ihr, die das auch wirklich im großen Stil machen…
  8. Hält meine Beziehung das aus!? Kann man überhaupt noch eine führen, wenn man so viel unterwegs ist und „nur“ für den Blog lebt!? Sicher gehen tut alles…aber oft bleibt gerade die Beziehung auf der Strecke und ich habe meinen Freund schon mal auf Grund des Blogs verloren:-( muss ich definitiv nicht wieder haben.
  9. Mir ist es auch wichtig mich gegenüber der Szene, den vielen oberflächlichen und falschen Menschen abzugrenzen, dies ist aber als Vollzeit-Blogger kaum noch möglich…wer „ja“ sagt, macht sich meistens etwas vor.
  10. Zusammengefasst: Der Hype kann von heute auf morgen vorbei sein und man muss eben einfach der „Typ Mensch“ für diese Verantwortung sein.

Wie sind eure Meinungen zu diesem Thema? Gibt es Leser unter euch, die sich auch dagegen entschieden haben und ähnliche Zweifel haben? Immer her damit in die Kommis ♥ eure Tatjana

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Tatjana

35 Comments

  1. Du hast eine sehr vernünftige und kluge Entscheidung getroffen. Ich kann verstehen, dass die Socisl Media Welt und schneller Wachstum und Ergolg einen großen Reiz für viele darstellt. Aber ich denke auch, dass das eine momentane Trenders heimzog ist, die von heute auf morgen den Bach runter gehen kann und dann steht man da. Wir dürfen nicht vergessen, dass sich das echte Lebenaußerhalb von Instagram und Co abspielt. Ich wünsche dir alles Gute ♥️

  2. Ich seh das genau so wie du, hab es auch gerne „Sicher“ und würde glaub ich 24/7 arbeiten aus lauter Panik.:)))
    Solange du es nebenher machen kannst is es doch toll so wie es ist und sollte der Trend mal weniger werden, hast du immer noch einen Job der dir Spass macht.:)

    Lieben Gruß
    Bea

  3. Liebe Tatjana, ich kann deine Entscheidung so so gut verstehen und finde du machst das schon <3 fühl dich gedrückt lg Laura

  4. Ich finde deine Gründe wirklich super!
    Ich frag mich immer wieder, wieso im Moment soooo viele ihren sicheren Job aufgeben und sich nur noch auf den Blog konzentrieren… Es gibt schon soooo viele Blogger und auch total erfolgreiche aber die du schon geschrieben hast, man weiß nie wie lange dieser „Boom“ anhält.

    Ich finde es super, dass du auf deinen „Sicheren“ Job nicht verzichten willst, weil du ihn auch liebst! Und ich bewundere dich auch, dass du nebenbei auch den Blog noch machst!
    Ich bin auch gerade dabei meinen Blog zu starten und sehe erst jetzt wie aufwändig das eigentlich ist. Also mein voller Respekt!

    Mach weiter so!
    Alles Liebe.

    • Liebe Ines, danke dir <3 manchmal weiß man auch wirklich nicht wo einem der Kopf steht und man wünscht sich mal ne Pause 🙂 lg Tatjana

  5. Liebe Tatjana, ich hätte mich genauso entschieden! Ich bin auch ein „sicherheitsmensch“ und eine solide abasis tut mir gut. Drumherum kann es dann auch mal wilder sein. Ich finde es toll, dass Du deinen Beruf so wichtig für dich empfindest, dass du weiterhin für andere da sein willst. So hast du 2 Standbeine und machst 2 Sachen, die Du liebst.

  6. Liebe Tatjana, normalerweise schreibe ich nie Kommentare, aber ich kann dich einfach so gut verstehen was diese schwierige Entscheidung angeht. Und ich wollte dir nur sagen, dass du bestimmt die richtige Entscheidung für dich getroffen hast – auch wenn ich das so von außen natürlich nicht beurteilen kann. Aber wenn du dich damit jetzt gut fühlst, ist es auch die richtige Entscheidung,
    Außerdem ist mir persönlich deine Entscheidung sehr sympathisch und zeigt mir wieder, warum ich dich so gerne verfolge: du wirkst auf mich einfach so bodenständig, inteligent und herrlich „normal“ – das soll ein Kompliment sein 😉 ich meine das im Sinne von nicht abgehoben.
    Diese Mischung macht dich besonders und gefällt mir – und vielen anderen bestimmt auch – sehr gut.
    Wünsche dir weiterhin alles Gute 🙂
    Liebe Grüße, Julia

    • Liebe Julia, vielen Danke für deine liebe ehrlichen Worte<3 das freut mich sehr zu hören und genau so möchte ich auch rüberkommen :-). Lg Tatjana

  7. Alle deine Gründe halte ich für sinnvoll und super argumentiert! Man verliert sich ja leider doch viel zu schnell in dieser Bloggerwelt. Auch super finde ich, dass du deine Arbeit weiter machst, so hast du wirklich die Gelegenheit vielen Menschen zu helfen! Das muss ein gutes Gefühl sein. 🙂
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend!
    Liebste Grüße

    Marie
    http://www.whatiwearinlondon.com

  8. Ich finde deine Entscheidung sehr vernünftig und habe großen Respekt vor deinem sozialen Job! Ich denke damit machst du einen größeren Unterschied im Leben von Menschen als mit einem Blog. Die Freiheit, also Teilzeitblogger auch Projekte ablehnen zu können ohne Angst haben zu müssen, seine Miete nicht zahlen nicht können, ist denke ich auch ein riesiger Vorteil und trägt sehr zur Authentizität bei.
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

  9. Ich denke jeder muss das was womit er sich am wohlsten fühlt und wenn man zwei Dinge, die man liebt tun kann, dann ist das doch die perfekte Kombi.
    Von daher machst du alles richtig! Finde es super, dass du uns in deine Gedanken mit einweihst. Grad in einer Zeit wo alle als Ziel die Selbstständigkeit zu haben -oder es scheint zumindest so – ist eine andere Seite zu lesen sehr interessant.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  10. Liebe Tatjana, ich folge dir hier nun schon knapp 2 Jahre und kann deine Zweifel total verstehen…klar sieht die Branche jetzt noch rosig aus, aber wie ist es in 5 Jahren!? Ich wünsche dir aber weiterhin viel Glück auf deinem Weg Lg Anna <3

  11. Du hast irgendwo ganz recht. Besonders der Punkt „Mir ist es auch wichtig mich gegenüber der Szene, den vielen oberflächlichen und falschen Menschen abzugrenzen, dies ist aber als Vollzeit-Blogger kaum noch möglich…wer „ja“ sagt, macht sich meistens etwas vor.“ ist ein RIESEN Minuspunkt , was Bloggen angeht! Man muss soviel schleimen und zurückstecken, damit man Erfolgreich wird! Das ist echt nicht jedermanns Sache :/
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de

  12. Ein schöner Beitrag! Ich hätte auch mega Angst, mich komplett selbstständig zu machen. Es ist mit so vielen Risiken verbunden.

  13. Richtig guter Beitrag liebe Tatjana ♥ Ich finde es super, dass du dich eben nicht selbstständig machst und dann möglicherweise drauf angewiesen bist. Ungebunden an den Blog macht das Bloggen doppelt Spaß :-).
    Liebst, Melina
    http://www.melinaalt.de

  14. Ich kann dein Fazit sooo gut nachvollziehen! Ich bin auch jemand der lieber noch ein fixes-Standbein hat und ich finde es auch klasse, dass du im sozialen Bereich tätig bist. Dieser „Boden der Tatsachen“ holt einen in der oberflächlichen Modewelt immer wieder zurück ins wahre Leben.

    Liebste Grüße
    Jil

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