„Wie erkenne ich eine seriöse Kooperationsanfrage“- basierend auf meinen Erfahrungen mit dubiosen Firmen

Hallo ihr Lieben,

eine meiner lieben Leserinnen brachte mich mit ihrer Frage auf die Idee, einen weiteren Blogpost zum Thema „Kooperationen/Kooperationsanfragen“ zu verfassen. „Wie erkenne ich eigentlich eine seriöse Anfrage“…puh, diese Frage ist knifflig und ich versuche euch heute einen Einblick in meine persönlichen Erfahrungen zu geben. Auch ich hatte schon das Pech, auf dubiose Firmen reingefallen zu sein, wo man entweder sein Geld niemals sah, man unter Vortäuschung falscher Tatsachen  persönliche Daten von mir entlockte oder ich Produkte mit späteren wahnsinnig hohen Forderungen zugesendet bekam. All dies sind Beispiel dafür, dass sich eben doch einige „Schwarze Schafe“ in der Blogger-Szene herumtreiben und vor allem neue und unerfahrene Blogger ausnutzen wollen. Ich muss sagen, dass ich vor allem durch meine gute Vernetzung bzw. dem Austausch in der Szene dazu gelernt habe und noch vorsichtiger geworden bin, obwohl ich ohnehin schon ein sehr misstrauischer Mensch bin. Was habt ihr für Erfahrungen mit diesem Thema? Habe ich vielleicht noch ein paar Punkte vergessen? Ich wünsche euch noch einen schönen Tag:-* eure Tatjana

Auf folgende Punkte solltet ihr also achten, wenn ihr eine Kooperationanfrage erhaltet:

  1. Handelt es sich um eine Firmen-Email oder irgendeine private web.de Adresse. Sicherlich, gerade kleine private Start-Ups z.B. im Schmuckbereich haben manchmal keine Firmen-Mail, aber gerade diese weckt für mich Vertrauen. Dann kann man die Firma vlt. auch schon mal bei Google eingeben und ersten Recherchen nachgehen.
  2. Wann wurde die Mail versendet…manchmal finde ich es schon sehr merkwürdig, wenn ich um 02:00 Uhr Nachts noch eine Anfrage von einer deutschen Firma bekommen. ACHTUNG Zeitverschiebungen bei Mails aus dem Ausland beachten, denn da kann es schon mal mitten in der Nacht sein.
  3. Um welche Produkte handelt es sich überhaupt…manchmal  ist es schon erstaunlich, was es für eine Vielfalt an Produkten und Ideen gibt. Bei einigen Produkten zweifle ich dann oft stark, ob es diese überhaupt genauso gibt, diese auch wirklich etwas taugen oder sich die besagte Firma schlichtweg nur bereichern will auf Kosten meiner treuen Community.
  4. Keine Homepage, Ansprechpartner oder Impressum auf der Internetpräsenz. Oft ja kaum nachzuvollziehen, mit wem man es überhaupt zu tun hat und ob es die besagte Firma überhaupt offiziell gibt. Sollte was schief gehen, hat man dann ja auch kaum bis keine rechtlichen Möglichkeiten, gegen diese Firma im Notfall vorzugehen.
  5. Utopische Forderungen und dann auch noch in Vorleistung gehen. Ja so etwas gibt es tatsächlich und Firmen verlangen, dass man sich das vorzustellende Produkt selbst kauft und dann diverse Posts dazu macht. Hinterher sieht man keinen Cent und hat aber umsonst eine qualitative Werbung gemacht.
  6. Köder… mit leeren Versprechungen. Vorsicht vor unrealistischen haltlosen Versprechungen, wie „Wir bringen dich groß raus“ oder „Mit uns hast du super Chancen viel Geld zu verdienen“. Leider hört man nach vollendetem Posting oft nie wieder was von diesen Firmen und ist diesen ja mal so richtig „auf den Leim gegangen“…
  7. „Gratis-Produkte“ werden ausgesandt und anschließend bei „Nicht-Posting“ in Rechnung gestellt. Immer wieder sehr beliebt in der Branche, besagte Blogger freuen sich über ihr Gratis-Produkt und posten es vielleicht nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt…das Produkt wird sofort in Rechnung gestellt. HALT STOPP, wenn es nie Abmachungen bzgl. eines möglichen Postings gab, hat die Firma absolut kein Recht euch Gratis-Produkte nachträglich in Rechnung zu stellen.
  8. Standard-Mails als Massenspam, wie z.B. Anfragen zum Thema Likes-Kauf oder Follower-Kauf. Lasst da bloß nicht euer Geld, auch wenn es im ersten Moment einfach erscheint, auf diesem Wege einen z.B. schnellen Follower-Wachstum zu erzielen.
  9. Gebt NIEMALS eure Kontodaten oder irgendwelche Passwörter so raus!!!
  10. Hört auf euer Bauchgefühl, niemand ist ganz vor Betrug geschützt. Auch die erfahrensten Blogger haben solche oder andere Erfahrungen bereits schmerzlich machen müssen. Ich habe da mittlerweile echt ganz gute Antennen entwickelt und tausche mich im Zweifelsfall auch gerne mit anderen Bloggern aus oder schaue mir auf eigene Faust deren Internetpräsenz oder Social Medias an.

 

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Tatjana

10 Comments

  1. Erst einmal möchte ich dir für deine Ehrlichkeit diesbezüglich danken, denn es ist wirklich genauso wie du es beschreibst! Die einen Anfragen sind dubios aber diese Massenmails nerven einfach nur und ich finde es unfassbar, dass die Mails bzgl. Followerkauf immer noch ziehen! Gerade vor kurzem bekam ich eine Absage von einer Firma, weil meine IG-Reichweite nicht „weit“ genug sei… da ärgert mich, denn wer schaut sich denn mal die Blogs an! Solche Argumente bieten Anlass, dass es immer noch Blogger gibt, die ihre Follower kaufen… unfassbar finde ich aber auch, dass wirklich Gratisprodukte später in Kaug gestellt wurden. Wie hast du denn darauf reagiert? Hab einen schönen Abend! Xo Julia http://fashionblonde.de

    • Hallo Julia, vielen Dank für dein Kommi:-* Also solche Mail landen bei mir direkt in den Papierkorb:-)) denn sich mit solchen „Werbemails“ zu befassen ist echt reine Zeitschwendung… lg und noch einen schönen Abend Tatjana

    • Hallo Andrea, ja einige Beispiele habe ich auch nicht selbst erlebt, sondern bei befreundeten Bloggern erlebt. Dennoch heftig, was es so alles gibt 🙁 lg Tatjana

  2. Hallöchen Andrea,
    da hast du aber eine tolle Übersicht gegeben! Das unterschreibe ich auch so. Die Erfahrungen habe ich bisher auch so gemacht. Ich find es krass, was manche Firmen oder Agenturen sich dabei denken, wenn sie jemanden anfragen.
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Hallo Sarah, musste erst überlegen, ob du mich meinst, da ich Tatjana heiße hahaha:-) aber ja, bei einigen Anfragen kann man echt nut den Kopf schütteln:-/ lg Tatjana

  3. Ohhhjeee, da hast du wirklich sehr dubiose Anfragen bekommen. Ich habe auch hin und wieder extrem seltsame „Kooperationsangebote“ in meinem Postfach und antworte mittlerweile nicht mehr drauf. Ich finde, es ist reine Zeitverschwendung. Aber das musste ich auch erstmal über die Jahre lernen. Hätte ich deinen Artikel vorher gelesen, wäre ich definitiv schlauer 🙂

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