„Versteckte Fallen bei Kooperationen“- und Sätze, die man echt nicht mehr hören kann

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mich noch mal dem Thema „Kooperation“ widmen, heute soll es um versteckte Fallen bei Kooperationen und Sätze gehen, die man nun wirklich nicht mehr hören will und kann;-). Ich habe schon so einiges in der Zusammenarbeit mit Firmen erlebt und mich doch schon ein paar Mal sehr geärgert…die folgenden 10 Aussagen sind gesammelt und bei mir selbst oder bei befreundeten Bloggermädels aufgetreten. Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche oder gleiche Erfahrungen gemacht. Lasst es mich doch gerne wissen, wie eure Meinung zu diesem Thema ist. Viel Spaß beim Lesen. Eure Tatjana

1.Gerne bieten wir dir einen 50€ Gutschein an und im Gegenzug würden wir gerne, dass du mindestens drei Fotos auf deinem Instagram-Account postest und einen Blogbeitrag schreibst.

Natürlich kommt es hier immer auf deine Reichweite an, aber eigentlich stehen drei Instagram-Fotos in keinem Verhältnis zu einem 50€ Gutschein. Man muss auch immer Bedenken, auf den 50€-Gutschein ggf. auch Steuern zu zahlen, sodass sich der reine Wert auch noch mal minimiert. Aber gerade am Anfang freut man sich natürlich über jede Anfrage und schaut dann nicht genau hin bzw. ist sich seines „Marktwertes“ oft noch gar nicht bewusst.

2.Wir können dir zwar kein zusätzliches Honorar anbieten, aber eine prozentuale Gewinnbeteiligung von 5% (Warenwert ein paar Euro).

Hier hast du keine Garantie, auch tatsächlich eine Gewinnbeteiligung zu erwirtschaften. Man kann oft nicht abschätzen, ob die eigenen Follower genau die Produkte dann auch kaufen wollen. Außerdem muss man bei einem kleinen Warenwert wahnsinnig viel „verkaufen“, um ein einigermaßen ordentliches Honorar zu erzielen. Des weiteren  wird auch oft vergessen, dass du als Influencer den Firmen ja nicht nur evt. bessere Verkaufszahlen einbringst, sondern auch mehr Reichweite auf deren eigenen Social Media Accounts.

3.Leider haben wir kein zusätzliches Budget für diese Kooperation (mit dem Wissen: Bloggerkolleginnen werden für diesen Auftrag gut bezahlt).

Da kann man sich schon öfter mal ver****** vorkommen.  Z.B. Printwerbung ist um einiges teurer und da ist dann auf ein mal ein Budget im 5-stelligen Bereich da. Aber es gibt eben einfach noch genügend Blogger, die wirklich alles umsonst machen und so den Firmen eine sehr günstige Werbung sind.

4.Bloggerin XY hat genau die gleiche Reichweite wie du und verlangt aber viel weniger Honorar.

Dieser Satz soll dich vor allem eins: Verunsichern!!! Damit du von deinem Preisvorstellungen abweichst und die Kooperation zu einem viel günstigeren Preis anbietest.

5.Bei der ersten Kooperation arbeiten wir immer ohne Budget, aber bei der zweiten oder dritten können wir gerne erneut ins Gespräch kommen.

Den Sinn habe ich bis heute nicht verstanden, denn oft ist es so, dass gerade die erste Kooperation am meisten Aufmerksamkeit bekommt und es nicht selten bei einer einmaligen Zusammenarbeit bleibt. Als Blogger kann man sich da schon sehr schnell ausgenutzt fühlen.

6.Wenn wir dir eines unserer Produkte zu senden, darfst du aber mindestens 3 Monate kein gleiches Produkt von einer anderen Marke posten.

Diesen Punkt kann ich zum Teil nachvollziehen, klar wollen Firmen ein Monopol auf unseren Accounts. Auch als Bloggerin tut man sich ja keinen Gefallen, wenn man in 4 Wochen 5 verschiedene Uhrenfirmen bewirbt…aber teilweise finde ich die Forderungen schon sehr krass und möchte mich da auch nicht so in meiner Freiheit als Bloggerin einschränken lassen.

7.Gerne kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt noch mal auf dich zurück.

In den meisten Fällen hört man nie wieder etwas…..manchmal kommt es vor, da kommen Firmen/Agenturen dann doch noch mal mit konkreten Angeboten auf einen zurück, aber in der Regel ist das eher in Ausnahmefällen der Fall.

8.Wir sind ein Start-Up Unternehmen und haben leider kein Geld für Werbung zur Verfügung.

Okay jeder fängt mal klein an, aber auch wir Blogger haben unseren Unterhalt zu finanzieren und uns unsere Reichweite mühsam ggf. über Jahre aufgebaut. Als Bloggerin ist man immer eine eher kostengünstige Werbung und eine Entlohnung hat für mich auch etwas mit Wertschätzung unserer Arbeit zu tun. Wenn man ein Unternehmen aufbauen will, muss man eben auch mal investieren.

9.Wir arbeiten ausschließlich mit Gratisprodukten im Gegenzug, damit geben sich andere Blogger deiner „Liga“ auch zufrieden.

Okay, wie einige andere Blogger es schon in ihren zahlreichen Posts zu diesem Thema geschrieben haben, davon kann man leider nicht sein Essen und seine Miete finanzieren. Klar es gibt immer Ausnahmen…aber einem so zu kommen, hat schon eine etwas respektlose Art an sich.

10.Hallo Bloggerin XY, wir lieben dein Instagram und würden dir gerne ein paar unserer Produkte gratis als Testprodukte zu senden. Wir würden uns sehr freuen, wenn du auf deinem Blog und deinen Social Media Accounts darüber berichtest.

In diesem Satz steckt fast immer eine versteckte Forderung, denn aus reiner Nettigkeit bekommt man die Produkte leider nicht zu gesendet. Deswegen klärt alle Rahmenbedingungen immer VOR und nicht NACH der Kooperation, denn sonst kann es danach zu unschönen Szenen kommen.

 

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Tatjana

8 Comments

  1. Hab mir ein wenig mehr erhofft als Standardfloskeln aufzuzählen ehrlich gesagt … Wie genau stehst du denn jetzt dazu? Wie reagierst du? So wirklich Mehrwert bietet der Post leider nicht …

    Trotzdem liebe Grüße
    Aline von Fashionzauber.com

    • Hey Aline, genau darum geht es ja…Sätze aufzuzählen, die viele von uns kennen und wo man sich wieder finden kann:-) und wie ich zu diesen Sätzen stehe sagt ja eigentlich der Titel aus;-), dass ich sie eben nicht mehr hören kann…und wie ich reagiere finde ich dann doch etwas zuviel Privatsphäre, denn ich muss mich ja auch ein wenig schützen:-) Lg Tatjana

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